Neues Kraftwerk für Ensdorf
|
||
|
Über mich |
||
|
|
|
Zu
meiner Person: Mein
Name ist Werner Stein. Ich bin Betriebsratsvorsitzender der Energie
Service Saar GmbH (ESS) in Völklingen. Zur
Erinnerung: Die
Energie Service Saar GmbH (ESS), Tochter der VSE AG (50%)
und der SWS (Stadtwerke Saarbrücken) AG (50%) ist aus der Schließung der
Kraftwerk Wehrden GmbH entstanden. Das
Kraftwerk Wehrden ist infolge des Eckpunktepapiers
(Entscheidungsträger, damals die SPD geführte Landesregierung) zum 31.06.1998 geschlossen worden. Meine Kollegen und ich sind mit über
40% Lohneinbußen zwangsweise in diese ESS abgeschoben worden. Ich bin der
Meinung, dass die Öffentlichkeit jetzt auf das Eckpunktepapier vom 17.
September 1996 „Vereinbarung über die Eckpunkte eines gemeinsames
Konzeptes für eine Neugestaltung des saarländischen Kraftwerksparks“
(Anlage 1) aufmerksam gemacht werden muss. Dieses
Eckpunktepapier wurde damals (1996) von der Saarländischen
Landesregierung (SPD), Saarbergwerke
AG, der Saarstahl AG, Stadtwerke Saarbrücken AG, Vereinigte
Saar-Elektrizitäts-AG und der RWE Energie AG verbindlich abgesegnet und
unterzeichnet. In
diesem Papier verpflichtet sich u.a. die
RWE auf Seite 4 wie folgt: „RWE
Energie verpflichtet sich vorbehaltlich der Zustimmung Ihrer
Aufsichtsgremien und des rechtzeitigen und unanfechtbaren Vorliegens aller
zum Bau und Betrieb des Kraftwerkes notwendigen Genehmigungen, am Standort
Ensdorf einen neuen 500 MW-Steinkohleblock bis spätestens 31.12.2004 in
Betrieb zu nehmen. Die
gegenüber der Inbetriebnahme des neuen Blockes teilweise vorgezogene
Stilllegung der o.g. alten Kraftwerksleistung ist eine Grundvoraussetzung
für die wirtschaftliche Realisierbarkeit des neuen Blockes (s. Ziffer
1.). Dieses
stufenweise Vorgehen bezieht die Netzgesichtspunkte ein, ermöglicht eine
sozialverträgliche Anpassung des Personalstandes an die neuen
Erfordernisse und gewährleistet auch einen möglichst unproblematischen
Übergang von ca. 900 MW Altleistung auf ca. 500 MW Neuleistung.“ Bis
auf die beiden Blöcke ( Block 1 und Block 3) im Kraftwerk Ensdorf sind
die Blöcke in
Wie
unter Punkt 4 (Seite 5) des Eckpunktepapiers
hervorgeht, hat RWE Energie AG Ersatzstromlieferungen an Bis zum Jahr 2004 waren das etwa 140 Millionen DM. Diese Summe sollte zur Vorfinanzierung des neuen Blockes in Ensdorf dienen. Diesen
Block fordern meine Kollegen und ich jetzt ein. Die Öffentlichkeit
muss über die Verpflichtung der RWE, im Kraftwerk Ensdorf ein neues
Kraftwerk zu errichten, sensibilisiert bzw. informiert werden und auch darüber,
dass die saarländische Regierung ihre Möglichkeiten nicht voll ausschöpft,
um den Energie-Standort Saarland zu festigen und damit Arbeitsplätze –
zumindest - zu sichern. Die
saarländische Energiepolitik der 80er und 90er Jahre hatte in vielen Bereichen Vorreiterfunktion für die nationale Energiepolitik. Heute
jedoch betreibt die saarländische Landesregierung keine aktive
Energiepolitik mehr. Es ist an der Zeit, dass unsere Landesregierung den
Bau eines hocheffizienten Kraftwerksblocks auf Kohlebasis forciert. Das
Saarland ist ein herausragender Kraftwerksstandort in Deutschland.
Hier verfügt man über sehr gut ausgebildete – und preiswerte –
Fachkräfte mit entsprechendem Know-how (z.B. ESS), eine ideal ausgebaute
Infrastruktur, und das Saarland ist nach wie vor die Drehscheibe für den
Stromtransport nach NRW, Süddeutschland und Frankreich. Für den Standort Ensdorf als erste Wahl spricht folgendes: Ensdorf
verfügt auf Grund der vorhandenen Logistik über die besten
Voraussetzungen für den Neubau eines Kraftwerksblocks mit 700 bis 800 MW
Leistung:
Als unmittelbar Betroffene dieses Eckpunktepapiers, fordern meine Kollegen und ich einen neuen Kraftwerksblock am Kraftwerksstandort Ensdorf. Es tut sich was !!
Saarbrücker Zeitung vom 23.11.2006 |